Fachbegriffe aus dem Bereich der Gebäudereinigung, Büroreinigung und Reinigungsservice.

Pentachlorphenol (PCP)

ist ein desinfizierendes und pilztötendes Pulver. P. wurde bis Mitte der 80er Jahre u.a. zur Konservierung
(Holz- und Bautenschutz, Lacke, Farben, Klebstoffe, Textilien, Leder und Zellstoff) und als Zwischenprodukt
in der Farb- und Arzneimittelindustrie und als Pflanzenschutzmittel sowie in Bor- und Schneidölen
eingesetzt.

P. ist fast immer mit Dioxinen verunreinigt. Dioxine bilden sich bei der Herstellung von Chlorphenolen aus chlorierten Benzolen durch Umsetzung mit Alkalien. Der Gehalt der technischen Verunreinigungen mit Dioxinen und Furanen ist abhängig vom Produktionsprozess, aber auch heute noch enthalten P. relativ hohe Dioxin- und Furankonzentrationen. Durch das breite Einsatzfeld von P. ist es heute weltweit fast in allen Medien nachweisbar.

Perchlorethylen (PER)

siehe Stichwort Tetrachlorethen

Pestizide

Pestizide sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind.

Der Begriff P. steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel. In Deutschland werden jährlich über 30.000 Tonnen P. gegen zerstörerische und lästige Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen in der Landwirtschaft, Umwelt oder direkt am Körper von Lebewesen eingesetzt. In Deutschland sind derzeit rund 250 Wirkstoffe und 1.900 Präparate zugelassen, auf europäischer Ebene sind es rund 800 Wirkstoffe in 20.000 Präparaten.

In Deutschland werden rund 100.000 Tonnen P. meist durch einige wenige Chemiekonzerne produziert. Dabei verteilt sich die P.-Menge auf folgende Einsatzgebiete:

• 51 Prozent auf Herbizide (Entlaubungsmittel, Unkrautvernichtung usw.) • 34 Prozent auf Fungizide (Schimmelpilzbekämpfung)
• 4 Prozent auf Insektizide (gegen Schadinsekten)

• sowie kleinere Mengen Nematizide (gegen Würmer), Rodentizide (gegen Nagetiere), Akrazide (gegen Milben, Molluskizide (gegen Schnecken), Algizide (gegen Algen) usw.

Pflanzenschutzmittel

sind nach dem Pflanzenschutzgesetz Stoffe, die Pflanzen vor Schadorganismen schützen, Nährstoffmangel verhindern oder beheben oder die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Schädigungen (Viren, Bakterien, Unkräuter) erhöhen.

Die Bezeichnung Schädlingsbekämpfungsmittel wäre sicherlich angebrachter. P. werden auch häufig als Pestizide bezeichnet. Sie dienen zum Schutz von Kulturpflanzen. Man unterscheidet: Insektizide (gegen Insekten), Fungizide (gegen Pilze) und Herbizide (gegen Wildkräuter) u.v.m. Diese Einteilung täuscht eine gezielte Giftwirkung auf die genannten Organismen vor, die aber selten gegeben ist, da Pflanzenschutzmittel in grundlegende Stoffwechselvorgänge eingreifen. Für den Umweltschutz von besonderer Bedeutung: Bei der Anwendung erreicht nur ein Teil der P. sein Ziel, der andere dringt in den Boden ein und gelangt durch Auswaschung ins Grundwasser.

Phenole

finden Verwendung als Lösemittel und zur Herstellung von Antioxidantien, Phenolharzen, und Weichmachern. Früher wurden sie wegen ihrer bakteriostatischen Wirkung in Desinfektionsmitteln, Seifen und Kosmetika eingesetzt, was teilweise heute mit Beschränkungen noch erlaubt ist.

Phosphate

Im engeren Sinne Bezeichnung für Salze der einfachen Phosphorsäure (Orthophosphorsäure H3PO4). Umgangssprachlich werden so aber auch die Salze höherer, d.h. längerkettiger Phosphorsäuren bezeichnet. Herausragende Bedeutung haben die P. als Düngemittel in der Landwirtschaft, doch finden sich weitere zahlreiche Anwendungen, so in der Lebensmitteltechnologie (z.B. als Backpulver, Schmelzsalze), Färberei, Metallverarbeitung, Papierfabrikation etc. Der früher bedeutende Einsatz des Pentanatriumtri-P. als Gerüststoff in Wasch- und Reinigungsmitteln ist dagegen unter dem Eindruck des Eutrophierungs-Problems und den daraus resultierenden Einsatzbeschränkungen in den Industriestaaten stark rückläufig.

ph-Papier

Papierstreifen der seine Farbe ändert, wenn er in Kontakt mit Flüssigkeiten kommt. Dient der Bestimmung der Stärke von Laugen und Säuren gemäß einer Tabelle

ph-Skala

Skala zur Bestimmung wie alkalisch oder sauer ein Produkt ist

ph-Wert

Identifikation der Stärke von basischen oder sauren Lösungen. Der ph-Wert gibt an, ob eine Lösung sauer, neutral oder alkalisch reagiert.

ph-Wert 0 - 7 ist sauer, ph-Wert 7 ist neutral, ph-Wert 7 - 14 ist alkalisch.

Pilze

Die Pilze bilden eine Abteilung der niederen Pflanzen. Da sie den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll (Photosynthese) nicht besitzen, haben sie eine heterotrophe Lebensweise als Parasiten bei Mensch, Tier und Pflanze oder auf Moder.

Pilze bestehen oft aus verzweigten Fäden (Hyphen), die zu einem Geflecht, dem Myzel, miteinander verwoben sind. Neben der geschlechtlichen kommt bei vielen Pilzenauch eine ungeschlechtliche Form der Vermehrung mit Hilfe von Sporen vor. Bei ungünstigen Umweltbedingungen können sich einzelne Zellen, Zellgruppen oder auch das gesamte Myzel in Dauerformen umwandeln, die erst durch günstige Standortverhältnisse wieder zu neuem Wachstum angeregt werden.

Einige Pilzeleben zusammen mit Algen in Symbiose: diese Lebensgemeinschaften werden als Flechten bezeichnet. Mittel gegen Pilzbefall bezeichnet man als Fungizide (Pflanzenschutzmittel, Holzschutzmittel). Als Schimmelpilze werden Pilze aus verschiedenen taxonomischen Gruppen zusammengefasst, die sehr schnell auf Lebensmitteln oder anderen organischen Substraten (Staub, Tapeten u.a.) ein watteartiges Myzel, den Schimmel, bilden.

Die meisten Schimmelpilze sind Nahrungsmittelverderber, einige wenige Arten (Aspergillus flavus) scheiden hochgiftige Mykotoxine aus. Schimmelpilze vermehren sich ungeschlechtlich durch Sporenbildung. Bei massivem Schimmelbefall von Nahrungsmitteln oder in Gebäuden kann es zu beträchtlichen Sporenkonzentrationen in der Luft kommen. Bei sensibilisierten Personen kann das zu ernsten allergischen Reaktionen führen.

Plastiksack

Siehe Müllbeutel

Plexiglas

Handelsbezeichnung für Acrylglas

Polishing

Renovierung von Schutzschichten mittels Bürsten und Pads

Polishing-Bürste

Bürste für das Polishing von Schutzschichten

Polishing-Pad

Siehe Pad

Polycarboxylate

Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.

Polychlorierte Naphthaline (PCN)

Polychlorierte Naphthaline (PCN) Allgemeine Bezeichnung für die durch Chlorierung von Naphthalin

erhältlichen chlorierten Kohlenwasserstoffe.

P. besitzen insektizide und fungizide Wirkung und finden Anwendung in Holzschutzmitteln. Zudem werden P. als Ersatzstoffe für polychlorierte Biphenyle in Kunstharzen und Dichtungsmassen zur Flammhemmung und als Weichmacher eingesetzt.

Polyethylen (PE)

ist der in Europa und in Deutschland meist produzierte Kunststoff. Die Produktionsmenge betrug 1990 in Deutschland 1,48 Mio t. Das Ausgangsmaterial zur P.-Produktion ist das Gas Ethylen, welches aus Erdöl und aus Erdgas gewonnen wird.

Eigenschaften: P. unterscheidet man je nach Herstellungsverfahren in P. niedriger Dichte (LD-PE) und P. hoher Dichte (HD-PE). Ältere Bezeichnungen für LD-PE sind Hochdruck- oder Weich-P.; für HD-PE Niederdruck- oder Hart-P..

P. hat eine sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit; die Diffusion von Gasen, Aromastoffen und etherischen Ölen ist hingegen relativ hoch.

Verwendet wird P. für Spielwaren, Mülltonnen, diverse Gefäße (sog. Blashohlkörper), Trinkwasserrohre, Kabelummantelungen, (Plastik-)Folien und Beschichtungen für Verbundverpackungen. Der Verbrauch an P.Beuteln in Deutschland betrug 1990

197.000 t und ist damit sehr hoch; Tendenz weiterhin steigend!

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