Fachbegriffe aus dem Bereich der Gebäudereinigung, Büroreinigung und Reinigungsservice.
Seife
Das anionische Tensid S. ist die mit Abstand älteste von Menschen hergestellte waschaktive Substanz. S. wird seit etwa 5.000 Jahren aus natürlichen Fetten und Ölen durch Sieden mit Alkalien, heutzutage meist Natron- und Kalilauge, hergestellt.
In grosstechnischen Anlagen werden allerdings statt dieser Neutralfettverseifung meist die freien Fettsäuren mit den Laugen umgesetzt. Seifen sind also Salze der Fettsäuren, wobei die Natriumseifen fest sind (Kernseife) und als Haushalts- und Feinseife sowie Seifenspäne oder -Flocken vielfältigen Einsatz finden. Die Kaliseifen sind pastös (Schmierseife) bis flüssig (Flüssigseife) und werden vor allem für Haushaltsreinigungsmittel und Rasierseife verwandt. Die Eigenschaften der S. hängen wie bei allen Tensiden sehr stark von der Länge ihres molekularen Kohlenstoffgerüstes und damit entscheidend von der Natur des Ausgangsfettes ab. Während die kurzkettigen Seifen vom Kokos- und Palmkerntyp hohe Waschkraft, Anschaumvermögen und Löslichkeit selbst in kaltem Salzwasser zeigen, allerdings auch relativ aggressiv gegenüber der Haut sind, lösen sich die gesättigten, langkettigen Talgseifen schnell erst beim Erwärmen, sind sehr empfindlich gegenüber der Wasserhärte, aber gut hautverträglich. Deshalb werden je nach Anwendungszweck die Seifeneigenschaften durch Verschneiden verschiedener Fettrohstoffe optimiert. S. besitzt insbesondere gegenüber Textilien eine gute Reinigungskraft. Vor allem die langkettigen Seifen aber werden in hartem Wasser als nicht waschaktive Kalkseifen ausgefällt. In diesem Fall muss S. unbedingt mit einem Enthärter kombiniert werden, damit nicht unnötig viel S. verbraucht wird und das Abwasser belastet. Seifenwaschmittel werden daher bevorzugt als Baukastenwaschmittel angeboten. Seifenanwendung erzeugt typischerweise einen feinen Film auf den benetzten Materialien. Dies ist unerwünscht auf glatten glänzenden Flächen (Kacheln, Fenster, Geschirr), durchaus vorteilhaft aber auf der Faser und für Böden. In ersterem Fall wird dem Textil ein angenehmer Griff verliehen, der Weichspüler überflüssig machen kann. Bei der Bodenreinigung ersetzt der Seifenfilm spezielle Bodenpflegemittel auf Kunstharz- und Wachsbasis (Bodenbehandlungsmittel). Seifenbehandelte Bodenbeläge sind trittsicher, antistatisch und lassen sich bei Anschmutzung leicht reinigen. Es ist darauf zu achten, dass der pH-wert im Seifenreiniger nicht zu hoch liegt (Abbau erfolgt schnell und vollständig, auch unter anaeroben Bedingungen wird S. metabolisiert). Diese Befunde sind nicht weiter überraschend, schliesslich gehören freie Fettsäuren, mit denen die S. im wässrigen Medium im Gleichgewicht stehen, zum natürlichen Inventar belebter Gewässer, wo sie als Stoffwechsel- und Zersetzungsprodukte, zum Beispiel von Algen, vorkommen.
Seifenfilmmethode
Reinigungsmethode, die nach Trockung einen Seifenfilm hinterlässt
Seifenspender
Einrichtung zum Dosieren von Seife
Selbstpolierende Acrylat-Emulsion
Siehe Polymere Dispersion
Shampoo
Ein Reinigungmittel für Teppichböden und andere textile Oberflächen. Wird in Form von Schaum aufgetragen, der während der Trocknung zu Pulver auskristallisiert. Dieses Pulver umschließt den Schmutz, so dass er entfernt werden kann
Shampoo
Vorwiegend Haarreinigungspräparate. Zunehmend erscheint der Begriff auch außerhalb der Kosmetik im Zusammenhang mit Produkten für die Autowäsche, bei Teppichreinigung- und flüssigen Feinwaschmitteln für empfindliche Textilien.
Shampoo-Bürste
Siehe Bürste
Shampoonieren
Eine Methode zur Reinigung von Teppichböden und anderen textilen Oberflächen mittels Shampoo
Sichtreinigung
Reinigung zur Einhaltung eines bestimmten Sauberkeitsgrades
Solnhofener Platten
Solnhofener Platten sind Kalksteinplatten, die in der Region um Solnhofen/Mittelfranken und Eichstätt/Oberbayern gewonnen werden.
Der Stein erlangte seine Berühmtheit durch die Erfindung der Lithographie durch Alois Senefelder. Heute werden die Solnhofener Platten für Bodenbeläge und als Legschieferplatten beim sogenannten Jurahaus verwendet. Die Solnhofener Platten enthalten zahlreiche Fossilien, darunter wurden auch neun Exemplare des Urvogels Archaeopteryx gefunden.
Sonderabfälle
sind Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit und Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosiv oder brennbar sind oder Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten können. Der Begriff S. ist in jedem Bundes- und EG-Land unterschiedlich definiert. Dies führt dazu, daß ein bestimmter Abfall in einem oder mehreren Ländern nachweispflichtig und damit S. ist, während Abfall derselben Art in anderen Ländern nicht nachweispflichtig und somit auch kein S. ist! Schwankungen in der S.-Menge beruhen oft auf unterschiedlichen bzw. sich ändernden Definitionen und weniger auf einer tatsächlichen Erhöhung bzw. Verringerung des S.-Aufkommens.
Das Bundeskabinett hat am 28.6.1989 die Neuordnung der S.-Entsorgung in Deutschland verabschiedet. Nach den Beschlüssen des Bundesrats werden insb. Filterstäube, Schlacken und Aschen aus Dampferzeugern, Kiesabbrände und Elektroofenschlacken aus dem S.-Katalog herausgenommen. Die Nichteinbeziehung dieser Abfallsorten in die Kategorie S. kann bewirken, daß besondere Anreize zur Vermeidung und Verwertung dieser Abfälle entfallen, die ansonsten bei den hohen S.-Beseitigungskosten gegeben gewesen wären.
In Westdeutschland werden derzeit 76,4% der S. in außerbetrieblichen Anlagen entsorgt. Hierfür stehen 12 oberirdische und 3 unterirdische öffentlich zugängliche Sondermülldeponien (2,6% der S. enden auf Hausmüll- oder Bauschuttdeponien) sowie 6 Sondermüllverbrennungsanlagen zur Verfügung. 10,6% der S. werden an weiterverarbeitende Betriebe oder den Altstoffhandel abgegeben, und 13% werden in betriebseigenen Anlagen entsorgt (9,2% Verbrennung, 3,8% Deponie).
S., für die keine Entsorgungskapazitäten vorhanden sind, werden exportiert (Abfalltourismus, Giftmüllexport).
Sorbinsäure
kommt in Ebereschenbeeren (Vogelbeeren), Kirschen und Pflaumen vor und ist gegen sehr viele Schimmmelpilze, Hefen und bestimmte Bakterien wirksam.
Ihre physiologische Unbedenklichkeit wurde nachgewiesen. Daher wird sie als Konservierungsstoff für Lebensmittel, z.B. Schnittbrot, verwendet. S. wirkt im schwach sauren Bereich am besten. Sie steht chemisch den Fettsäuren nahe und wird wie diese im Körper abgebaut. Derivate der S. werden in der Kunststoff- und Lackindustrie als Zusatz zur Erzielung trockener Öle verwendet.
Spanischer Moppeimerwagen
Siehe kleiner Moppwagen
Spinnenwebenentfernung
Entfernung von Staub und Spinnenweben
Sporen
siehe Pilze und Schimmel
Spotreinigung
Lokales Entfernen von sichtbaren, leichten Verschmutzungen von Teppichen mit Staubsaugern, Teppichkehrmaschinen
Sprühemulsion
Reinigungsmittel für die Sprühmethode
Sprühen
Siehe Sprühmethode
Sprüher
Behälter mit einer Unterdruck-/Druckpumpe zum vernebeln von Reinigungsmitteln
Sprühextraktion
Beim Sprühextraktionsverfahren wird durch eine von zwei Düsen unter Druck die Reinigungslösung auf den Teppich gesprüht. Über die zweite Düse wird die gesamte Schmutzflotte, das ist die gesamte Lösung zusammen mit dem Schmutz, sofort wieder aufgesaugt und in einem Absaugbehälter gepumpt. Dieses Verfahren ist eine mechanisch sanfte Methode für die Teppichreinigung, besonders bei hochflorigen Teppichen und locker gezwirnten Polgarnen.
Sprühextraktionsmaschinen
Siehe Sprühextraktionsreinigungsgerät
Sprühextraktionsreinigungsgerät
Gerät zum Reinigen von Teppichen unter Verwendung der Sprühextraktionsverfahren
Sprühextraktionsreinigungsmethode
Reinigungsmethode (mit oder ohne Reinigungsmittel), die ein Sprühextraktionsgerät verwendet, um Reinigungsflüssigkeit in den Teppich zu transportieren, das den Schmutz löst und anschließend abgesaugt werden kann
Sprühflasche
Flasche mit Pistolengriff zum Versprühen unterschiedlicher Reinigungsmittel von Hand
Sprühgerät
Siehe Sprüher
Sprühlanze
Rohr mit Handgriff und einer Sprühdüse zum Versprühen von Flüssigkeiten
Sprühmethode
Reinigungsmethode mit einem Sprühreiniger und einer Einscheibenmaschine zum Reinigen von Böden
Sprühpad
Siehe Pad
Sprühreiniger
Reinigungsmittel zum Versprühen
Sprühwachs
Siehe Sprühemulsion
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Electronische Bauteile
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